Trading Psychologie

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Beschreibung

Trading Psychologie mit Dipl. Psychologe Bernhard Götz

Das Bindeglied zwischen einer funktionierenden Handelsstrategie und dem finanziellen Erfolg an der Börse ist die Trading Psychologie. Es gibt zweifelsohne zahlreiche Trading- und Investmentstrategien, die nachweislich profitabel sind. Doch es gibt nur vergleichsweise wenige Börsianer, die in der Lage sind, sie umzusetzen. Das Problem in der Exekutive ist jedoch nicht etwa die hohe Komplexität des Regelwerks, sondern schlicht und ergreifend die kaum vorhandene mentale Belastbarkeit. Trader sind wenig bis gar nicht darauf vorbereitet und trainiert, was ihnen auf dem Weg zu dem statistischen Erwartungswert einer Strategie begegnen wird. Deshalb bricht das Gros der Marktteilnehmer immer wieder Methoden ab, betreibt Strategie-Hopping und verbrennt so sogar mit eigentlich funktionierenden Strategien Geld. Genau hier kann und sollte man sich professionelle Hilfe in Person eines Psychologen mit ins Boot holen, um an der Thematik Trading Psychologie zu arbeiten. Denn er kann die Verhaltensmuster analysieren, kennt deren Ursprung und hilft, Lösungswege hin zu absoluter Disziplin zu beschreiten und dauerhaft einzuhalten.

Factsheet zur Ausbildung Trading Psychologie mit Dipl. Psychologe Bernhard Götz:

  • Start: 1. Oktober 2018
  • Dauer: 6 Monate
  • Referent: Dipl. Psychologe Bernhard Götz
  • Wöchentlich 1 Schulungseinheit per Video
  • Verschiedene Webinare zur Festigung der Lerninhalte

 

Themenliste Trading Psychologie

Theorie-Teil (Trading Psychologie)

  1. Einleitung: Warum ist Psychologie wichtig?
    Fachwissen alleine ist kein Erfolgsgarant, sondern zusätzlich ist eine Weiterentwicklung der Persönlichkeit notwendig, um langfristig erfolgreich zu sein. Im Leistungssport ist eine psychologische Betreuung der Leistungsträger längst verbreitet.
  1. Lerntheorie (grundlegende Lernmechanismen)
    Alle Verhaltensmuster, auch im Trading, werden durch Lernmechanismen wie Belohnung oder Vorbilder erworben und modifiziert. Daher ist es wichtig, die grundlegenden Lernformen und Ihren Einfluss auf das Trading-Verhalten zu kennen.
  1. kognitiv-affektive Neurowissenschaften (Emotionen, Angstsystem, Anreizsystem)
    Emotionen spielen eine wichtige Rolle im Handel. Evolutionäre emotionale Reaktionen sind im Handel oft kontraproduktiv. Kenntnisse der grundlegenden neuronalen Strukturen helfen, bestimmte emotionale Reaktionen besser zu verstehen  und entgegen den evolutionären Impulsen zu handeln.
  1. Persönlichkeits- und Entwicklungspsychologie (Protektiv- und Negativfaktoren)
    Nicht alle Menschen sind gleich. Welche Persönlichkeitseigenschaften sind hilfreich auf dem Weg zum Börsenerfolg, welche eher hinderlich? Eine Selbstreflexion hilft, eigene Schwachpunkte zu erkennen und zu beheben.
  1. Sozialpsychologie (Soziale Einflüsse, Verarbeitung sozialer Informationen)
    Trading findet im sozialen Kontext statt. Welche Einflüsse haben das eigene soziale Umfeld, die Werbung der Trading-Industrie, die Medien auf den einzelnen Trader?
  1. Stress, Belastung und Gesundheit
    Hier werden arbeitspsychologische Erkenntnisse dargestellt. Trading ist eine sehr anspruchsvolle Arbeit. Wie entsteht Stress? Welche Faktoren erhalten trotz hoher Arbeitsbelastung die Gesundheit?
  2. Komplexes Problemlösen: Fehler im Umgang mit komplexen Systemen
    Der Umgang mit den Märkten ist hoch komplex. Psychologische Forschung hat typische Fehler im Umgang mit komplexen Systemen identifiziert. Sie zu kennen, hilft, sie zu vermeiden.
  1. Induktives Denken: Heuristiken, Prospect Theory
    Heuristiken sind mentale „Abkürzungen“ bei der Urteilsbildung. Sie können Zeit sparen, manchmal aber auch in die Irre führen. Die Prospect Theory beschreibt die menschliche Wahrnehmung von Gewinnen und Verlusten und zeigt, dass sie keineswegs objektiv ist. Beides zu kennen, ist nützlich, um typische Börsen-Fehler zu vermeiden.
  1. Psychologische Distanz und wie man sie im Trading nutzen kann
    Die Informationsverarbeitung und der Denkstil hängen von der psychologischen Distanz in Bezug auf das Betrachtungsobjekt ab. Oft ist es nützlich, mentale Distanz zu seinem Trading aufzubauen, um sich dadurch besser auf das Wesentliche konzentrieren zu können.
  1. Erkenntnistheoretische Grundprinzipien (wissenschaftliches Denken)
    Erfolgreiches Trading setzt einen Erkenntnisgewinn über die Märkte voraus. Welche Denkmuster und Grundregeln sind hilfreich, um einen Erkenntnisgewinn zu erzielen?
  1. Spielsucht: Warnzeichen, wenn das Trading eine ungute Richtung nimmt
    Die Glücksspielstörung ist als psychische Störung anerkannt. Glücksspiel sowie vor allem kurzfristiges, gehebeltes Trading kann zu hohen Gewinnen und Verlusten in kurzer Zeit führen. Dadurch kann ein suchtartiges Verhalten entstehen. Die Kenntnis von Frühwarnzeichen ermöglicht ein Erkennen von kritischen Entwicklungen, bevor „das Kind in den Brunnen fällt“.

Praxis-Teil (Trading Psychologie)

  1. Motivation und Ziele
    Die richtige Motivation ist „Benzin“ für den Erfolgsmotor. Falsche Erwartungen und Ziele sind Sand im Getriebe. Reflektiere deine Motivation und Ziele im Börsenhandel, um ein solides Fundament zu schaffen für deinen langfristigen Börsenerfolg.
  1. Verhaltensanalyse und –modifikation auf lerntheoretischer Basis
    Wie in Lektion 2 erläutert, sind Verhaltensmuster im Trading erlernt. Eine Verhaltensänderung erfordert eine Analyse der bisherigen Lernerfahrungen. Durch eine gezielte Selbst-Belohnung oder –Bestrafung kann eine Verhaltensänderung stabilisiert werden.
  1. Angst und Gier meistern: Konfrontation und Reaktionsverhinderung
    Im psychotherapeutischen Kontext ist die Konfrontation, ggf. mit Reaktionsverhinderung, eine wirksame Methode zur Behandlung von Ängsten und anderen Verhaltensdefiziten oder Verhaltensexzessen. Auch für Fehlverhaltensweisen im Trading ist sie extrem nützlich.
  1. Veränderung kognitiver Strukturen: Denkmuster, Grundüberzeugungen, Selbstbild
    Wie wir über uns selbst denken, ist von entscheidender Bedeutung für unsere Handlungen. Möchte man seine Handlungsmuster verändern, muss damit auch eine Veränderung kognitiver Strukturen einhergehen. Die kognitive Verhaltenstherapie ist eine wirksame Methode zur Behandlung psychischer Störungen. Hier werden grundlegende Methoden vermittelt.
  1. Emotionsregulationstraining
    Durch spezielle Techniken wird geübt, starke Emotionen wie Angst oder Ärger in den Griff zu bekommen.
  1. Stressbewältigung, Stressimpfung
    Das Stressbewältigungstraining zielt darauf ab, die Stressresistenz zu verbessern. Es hilft, einen kühlen Kopf zu bewahren, selbst wenn es drunter und drüber geht.
  1. Impulskontrolle und Disziplin
    Die Fähigkeit, spontane Handlungsimpulse zu unterdrücken, ist essentiell für Erfolg, egal in welchem Bereich. Die Entwicklung von Disziplin und Handlungsroutinen ist ein ebenso universelles Erfolgsrezept.
  1. Sei dein eigener Coach: Selbstinstruktion und Selbstverstärkung
    In dieser Einheit werden wirksame Methoden vermittelt, sich auf dem Weg zu den eigenen Zielen selbst zu unterstützen, zu korrigieren und für erzielte Erfolge selbst zu belohnen.
  1. Entspannungstraining
    Das Entspannungstraining zielt darauf ab, sich gut und effizient entspannen zu können. Da Entspannung und Stress psychologisch nicht miteinander vereinbar sind, ist ein entspannter Mentalzustand die beste Stressprävention.
  1. Achtsamkeit und Akzeptanz
    Achtsamkeit meint einen bewussten Umgang mit der eigenen Aufmerksamkeit. Akzeptanz ist eine mentale Grundhaltung der Gelassenheit. Beide wirken stresspräventiv. Daher sind sie auch für Trader sehr nützlich.
  1. Weisheitstherapie
    Ziel der Weisheitstherapie ist eine Weiterentwicklung verschiedener Persönlichkeitseigenschaften, die zu einem ausgeglichenen und zufriedenen Leben befähigen. Es wird Expertise im Umgang mit schwierigen Lebensfragen vermittelt, die auch über den Handel hinaus sehr nützlich ist.
  1. Genuss-Training
    Im Trading geht es um Disziplin und harte Arbeit. Wer dazu keinen Gegenpol hat, wird früher oder später resignieren. Daher ist die Kunst der Selbstbelohnung und des bewussten Genusses ebenso wichtig wie die Arbeitstugenden.

 

Trading Psychologie: Warum ist Psychologie so wichtig?

 

Der klassische Retail-Trader kommt meist in guten Börsenphasen mit den Märkten in Kontakt. Er verdient bei wenig Ahnung und noch weniger Risikobewusstsein in dem wohl komplexesten Beruf der Welt Geld. Unterschwellig bekommt er aber von allen Seiten suggeriert, es sei Zockerei, habe den Charakter von Glücksspiel. Dieser Glaubenssatz dürstet danach, bestätigt zu werden, was dann mit dem ersten großen Draw Down geschieht, in dem all die tollen Gewinne auf einmal in sich zusammen fallen. Die überwältigende Mehrheit erkennt an dem Punkt nicht, dass der Ausgang etwas mit der fehlenden Trading Ausbildung zu tun hat und mit klassischen emotional motivierten Fehlhandlungen. Dieser Teil wird noch ein bisschen zocken, den Börsenhandel aber nie ernsthaft betreiben. Irgendwann kapituliert er und verschwindet vom Markt. Ein paar wenige reflektieren den Misserfolg gut und erkennen die dringende Notwendigkeit, sich tiefgreifendes, fundiertes Fachwissen anzueignen. Doch selbst, wer diesen Schritt absolviert hat, ist noch lange kein guter und erfolgreicher Trader. Denn die größte Hürde sind die Emotionen. In der Exekutive scheitern die allermeisten Börsianer. Daher sollte eine ganzheitliche Trading Ausbildung auch die Trading-Psychologie in einem angemessen hohen Maße beinhalten. Ein Mensch wird schließlich auch nicht zum Chirurgen, nur weil man ihm ein Skalpell in die Hand drückt. Er braucht die Fachkenntnisse, wie und wo er damit schneidet und die mentale Stabilität, mit der enormen Verantwortung auch gut umgehen zu können.